Schweizerisches Jahrbuch für Kirchenrecht
Annuaire suisse de droit ecclésial

herausgegeben im Auftrag der Schweizerischen Vereinigung für evangelisches Kirchenrecht, edité sur mandat de l'Association suisse de droit ecclésial protestant von/de Jakob Frey, Dieter Kraus, Wolfgang Lienemann, René Pahud de Mortanges, Christoph Winzeler

Webseite erstellt am 07.02.2005/Kr.


Editorial zu Band 9 (2004)

 

Band 9 (2004) des Schweizerischen Jahrbuchs für Kirchenrecht

Der nunmehr vorliegende neunte Band des Schweizerischen Jahrbuchs für Kirchenrecht enthält zu Beginn wie gewohnt die beiden Referate, die auf der Jahrestagung 2004 der Schweizerischen Vereinigung für evangelisches Kirchenrecht vorgetragen wurden und die zahlreiche weiterführende Denkanstösse gaben. Das Referat von Martin Röhl befasst sich mit der Neugestaltung des Verhältnisses zwischen Kirchen und Staat im Kanton Zürich insbesondere mit Blick auf die im November 2003 gescheiterte Reform der Zürcher Staatskirchenrechts (1). Adrian Loretan geht in seinem Referat auf Fragen betreffend die Gleichstellung der Geschlechter und die Kirchen ein (2).

Wolfgang Lienemann zum 60. Geburtstag

„Die Ethik in der Bibel – die Bibel in der Ethik“ ist das Thema des Symposiums, das anlässlich des 60. Geburtstages von Wolfgang Lienemann Ende November 2004 in Bern veranstaltet wurde und das sich einem zentralen Interesse von Wolfgang Lienemann widmete: Der Bedeutung der Bibel und ihrer Überlieferungen für eine zeitgenössische theologische Ethik. – Wolfgang Lienemann hat nach Studienjahren in Göttingen und Heidelberg sowie wissenschaftlicher Tätigkeit insbesondere in Heidelberg und Marburg im Jahre 1992 einen Lehrstuhl für Ethik an der Christkatholischen und Evangelischen Theologischen Fakultät der Universität Bern übernommen. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte reichen von den Grundlagenfragen der theologischen und philosophischen Ethik bis zu den verschiedenen Ausprägungen ethischen Denkens und Handelns in Bereichen wie Politischer Ethik oder Wirtschaftsethik. Seine Bücher – z.B. „Gerechtigkeit“ (1995) oder „Frieden“ (2000) – legen hiervon eindrücklich Zeugnis ab. Auch im Herausgeberkreis des Schweizerischen Jahrbuchs für Kirchenrecht, dem er seit der Gründung des Jahrbuchs im Jahre 1996 angehört, hat Wolfgang Lienemann Fragen der Ethik und vor allem auch der Rechtsethik eingebracht und so das Jahrbuch um theologisch-ethische Denkungsarten bereichert. Im Namen des Herausgeberkreises ist es mir eine sehr grosse Freude, in den Kreis der Gratulanten anlässlich seines 60. Geburtstages einzutreten.

Dieter Kraus

Anmerkungen:
(1) Siehe S. 11 ff.
(2) Siehe S. 39 ff.
 

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