Schweizerisches Jahrbuch für Kirchenrecht
Annuaire suisse de droit ecclésial

herausgegeben im Auftrag der Schweizerischen Vereinigung für evangelisches Kirchenrecht, edité sur mandat de l'Association suisse de droit ecclésial protestant von/de Jakob Frey, Dieter Kraus, Wolfgang Lienemann, René Pahud de Mortanges, Christoph Winzeler

Webseite erstellt am 03.01.2003/Kr.


Editorial zu Band 7 (2002)

 

Band 7 (2002) des Schweizerischen Jahrbuchs für Kirchenrecht

Unser Jahrbuch liegt seit 1996 zum siebten Mal vor, und wenn man die Beihefte mitzählt, sind es zehn Bände. Das rechtfertigt einen Dank und Glückwunsch an Dieter Kraus, der von Anbeginn dem Herausgeberkreis vorsteht. Seine Mitwirkung findet weitgehend im Hintergrund statt – durch Initiieren, Koordinieren, Monieren, Redigieren und wie all dies „Undankbare“ heisst. Ohne ihn gäbe es das Jahrbuch nicht und wäre manch ein Band zu spät erschienen.
Umso mehr freut es mich, seinen Beitrag ankündigen zu dürfen, der diesen Band eröffnet (1). Er gilt dem Europarecht, das sich auch für die Schweiz, die in ihr wirkenden Religionsgemeinschaften und das für sie geltende Recht immer stärker auswirkt. Als „europäischer Jurist“ im Sinn Peter Häberles war er berufen, die Thematik an der Jahrestagung der Schweizerischen Vereinigung für evangelisches Kirchenrecht vom 1. Februar 2002 vorzustellen (2). Zweifellos wird uns das Thema über die kommenden Jahre weiterhin beschäftigen.
Den zweiten Vortrag der Jahrestagung und Beitrag in diesem Band verdanken wir Christoph Buff, der sich mit Entwicklungen der Evangelisch-reformierten Landeskirche Schaffhausen beschäftigt hat (3). Theologische und juristische Stimmen miteinander ins Gespräch zu bringen, zählt zu den Hauptanliegen sowohl des Vorstands der Vereinigung als auch der Herausgeber des Jahrbuchs. Deshalb sei dem Theologen Christoph Buff auch an dieser Stelle für seinen aktuellen, interessanten Beitrag herzlich gedankt.

Ehrenamtlichkeit als Grundlage

Wenn ich schon am Danken bin, möchte ich neben den Verfassern der weiteren Beiträge Jakob Frey besonders erwähnen, ohne dessen Ausdauer der Berichtsteil des Jahrbuchs nicht wäre, was er heute ist. Und ich möchte die Gelegenheit für den Hinweis benützen, dass die Vereinigung für Beiträge zum Jahrbuch kein Honorar bezahlen kann, diese Arbeit somit ehrenamtlich geschieht und auch dafür einen besonderen Dank verdient. Schliesslich – darauf wurde verschiedentlich hingewiesen – erscheint unser Jahrbuch nur dank der Übernahme der Druckkosten durch die Kirchen der Deutschschweizer Kirchenkonferenz. Vereinte Unterstützung von allen Seiten – das heisst auch ein Stück weit vereinte Begeisterung für die Sache. In diesem Sinn wünsche ich Ihnen Gewinn und Vergnügen, Bereicherung und Abwechslung beim Lesen dieses Bandes.

Nächste Beihefte zum Jahrbuch

Unsere Beihefte, begonnen mit „Kirche in der Stadt“ aus Anlass der Verfassungsreform der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt (1997), fortgesetzt mit den „Schweizerischen Kirchenrechtsquellen“ (I: Kantonales Recht, 1999, II: Religionsrecht des Bundes, 2000), erhalten demnächst Nachwuchs. Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund hat bekanntlich 2000 eine Expertengruppe „Religionsartikel“ eingesetzt (Präsident: Ueli Friederich, weitere Mitglieder: Roland Campiche, René Pahud de Mortanges und Christoph Winzeler). Deren Bericht soll nach Drucklegung dieses Bandes der Öffentlichkeit vorgestellt werden (4) und als nächstes Beiheft zu unserem Jahrbuch erscheinen (deutsch und französisch). Desgleichen soll 2003 ein weiterer Band der „Schweizerischen Kirchenrechtsquellen“ herauskommen (III: Konkordate und weitere Verträge).

Christoph Winzeler
 

Anmerkungen:
(1) S. 11 ff. in diesem Band.
(2) Vgl. den Jahresbericht, S. 151 ff. in diesem Band.
(3) S. 39 ff. in diesem Band; vgl. den Jahresbericht, S. 151 ff.
(4) Er kann deshalb im Berichtsteil dieses Bandes nicht mehr behandelt werden.
 

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